Jodtabletten-Aktion auf der Mitgliederversammlung in Mönchen-Gladbach

 

Auf der Mitgliederversammlung im Mai bildet die akute Gefahr eines Unfalls in den nahen belgischen Atomkraftwerken Thiange und Doel einen Schwerpunkt der Diskussionen. In Aachen haben die Kollegen der dortigen IPPNW-Gruppe erreicht, dass die Stadt Jodtabletten für den Ernstfall ausgibt und mit anderen Akteuren eine Verbandsklage gegen den Weiterbetrieb der Anlagen eingereicht hat.

Wenn auch hochdosierte Jod lediglich einen relativen Schutz gegen den strahlungsinduzierten Schilddrüsenkrebs bietet, so ist noch nicht einmal dieses in allen gefährdeten Regionen für die Bevölkerung erhältlich. Um auf diesen Skandal hinzuweisen, wurden in einer Bauchladen-Aktion familiengerechte Päckchen mit Jodtabletten präsentiert, die bei Kollegen und Öffentlichkeit auf großes Interesse stießen.

Auch Bremen liegt bei vorherrschender Südwest-Strömung in der Abwindzone der belgischen Atomkraftwerke. Bei der schwierigen Verfügbarkeit des Präparates sollte sich jeder überlegen, ob´er für den Fall einer radioaktiven Wolke bereits jetzt für den Eigenbedarf, Familie, Freunde und Bekannte eine gewisse Menge einlagert. Dabei richten Sie sich bitte nach dem von der Ulmer Gruppe erarbeiteten Merkblatt: IPPNW-Empfehlung-Jodblockade-Stand-12.06.16